Die Heinrich-Heine-Europaschule verfügt über ein weit gespanntes Netz von Partnerschulen in acht Ländern Europas, unterhält Beziehungen zu Schulen in Frankreich, Großbritannien, Polen, Italien, Spanien, den Niederlanden, der Türkei, Finnland sowie der japanischen internationalen Schule in Frankfurt.
Immer wieder gibt es neue Aktionen, die die Lehrer gemeinsam mit ihren Kollegen anderer Schulen auf den Weg bringen. „Unser Ziel ist es, dass jeder Schüler unserer Schule an mindestens einem dieser Projekte teilnimmt“, betont Michael Tätzsch, Koordinator des Netzes. „Und wir haben es fast erreicht“, fügt Schulleiterin Sigrid Harnischfeger hinzu.
Seit 1995 geht an der HHS eine Netzwerkkonferenz über die Bühne. „Hier betrachten und kritisieren wir aktuelle Vorhaben“, beschreibt Tätzsch Sinn und Zweck der Zusammenkunft. „Aber wir stellen auch neue Projekte vor oder heben, wie jetzt gerade geschehen, neue aus der Taufe“, sagt Sigrid Harnischfeger. Es waren 25 Lehrer und 15 Schüler, die als Projektbotschafter aus den 14 europäischen Partnerschulen nach Dreieich gereist waren, um an der 15. Internationalen Netzwerkkonferenz teilzunehmen.
Es ging um Chancen der Begegnung innerhalb Europas, um Formen der Zusammenarbeit, des Kennenlernens und der kritischen Auseinandersetzung mit den europäischen Partnern. Im Mittelpunkt der vielen internationalen Projekte, die die Partnerschulen miteinander verbinden, stehen zwei von der Europäischen Union finanzierte mutlilaterale Bildungsprojekte, an denen sich insgesamt acht Schulen beteiligen. Sie heißen „Identity“ (Identität) und „Wellbeing at School“ („Wohlfühlen in der Schule“). Während sich ersteres mit der Identitätsfrage im zusammenwachsenden Europa beschäftigt, rückt das zweite den Zusammenhang von Ernährung und schulischer Leistung in den Fokus.